Patientenverfügung · 15. Mai 2026 · 7 Min. Lesezeit

Deine Patientenverfügung: kostenlose Vorlage zum Ausdrucken

Mann mit telefon

Der Artikel bietet allgemeine Orientierung, keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Du findest hier eine kostenlose Patientenverfügung-Vorlage zum Ausdrucken, amtliche Textbausteine und eine Anleitung in fünf Schritten.
  • Eine kostenlose Patientenverfügung kann nach Unterschrift verbindlich sein, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und deine Festlegungen zur konkreten Behandlungssituation passen.
  • Du brauchst konkrete Angaben zu Situationen und Maßnahmen. Allgemeine Wünsche allein reichen dafür meist nicht aus.
  • Wähle zunächst eine Vorlage und lies die zugehörigen Erläuterungen, bevor du einzelne Behandlungen festlegst.

Wo du deine Patientenverfügung kostenlos findest

Das Bundesjustizministerium stellt auf seiner Informationsseite zur Patientenverfügung eine kostenlose Broschüre und amtliche Textbausteine bereit. Du kannst diese ohne Anmeldung nutzen. Die Bausteine helfen dir, bestimmte Behandlungssituationen mit deinen Wünschen zu medizinischen Maßnahmen zu verbinden. Du bist eine Formulierungshilfe, keine bereits für dich fertig ausgefüllte Verfügung.

Wenn du lieber mit einer druckbaren Vorlage beginnst, kannst du das folgende kostenlose PDF nutzen. Es ist ein Angebot dieser Website, kein amtliches Formular. Drucke die Vorlage aus und markiere zunächst alle Stellen, zu denen du noch eine Erklärung oder ein ärztliches Gespräch brauchst.

Kostenloser Download

Deine Patientenverfügung zum Ausdrucken

Die Vorlage hilft dir, deine Behandlungswünsche schriftlich vorzubereiten und offene Fragen festzuhalten.

PDF herunterladen

Kostenlos, ohne Anmeldung. Alle Vorlagen ansehen

Welche Patientenverfügung-Vorlage zu dir passt

Ob du nach einer Patientenverfügung als Muster, Vordruck oder Vorlage suchst: Entscheidend ist nicht die Bezeichnung. Du brauchst eine Unterlage, die konkrete Situationen und Behandlungen unterscheidet und Platz für deine Entscheidungen lässt. Ein Logo oder ein Preis sagt darüber allein nichts aus.

Die folgende Tabelle zeigt dir, wie du unterschiedliche Hilfen nutzen kannst. Eine ärztliche Beratung ergänzt die Vorlage, wenn du medizinische Begriffe oder die Folgen einer Entscheidung klären möchtest.

Deine GrundlageWas sie dir bietetWas du selbst ergänzen musst
Amtliche Textbausteine des BundesjustizministeriumsFormulierungen mit Erläuterungen zu Situationen und MaßnahmenPassende Bausteine auswählen, miteinander abstimmen und persönliche Angaben ergänzen
Druckbare Patientenverfügung-VorlageEine vorgegebene Struktur zum DurcharbeitenAuswahlmöglichkeiten verstehen, eigene Wünsche festhalten und Widersprüche vermeiden
Dein Entwurf mit ärztlicher BeratungErklärungen zu Behandlungen und deiner gesundheitlichen SituationDeine Entscheidung treffen und im Entwurf eindeutig ausdrücken

Prüfe außerdem, ob die Unterlage ihre Rechtsgrundlage nennt, verständliche Erläuterungen enthält und Raum für Datum und Unterschrift lässt. Medizinische Wünsche müssen sich auf erkennbare Situationen beziehen. Ein Feld für deine persönlichen Wertvorstellungen ist hilfreich, ersetzt diese Festlegungen aber nicht.

Für die rechtlichen Grundlagen kannst du den Leitfaden zu deiner Patientenverfügung hinzunehmen. Vergleiche jetzt deine gewählte Vorlage mit diesen Kriterien und notiere fehlende oder unklare Punkte.

Wie du dein Patientenverfügung-Muster in fünf Schritten ausfüllst

Fülle deine Vorlage nicht nur deshalb vollständig aus, weil jedes Feld eine Antwort verlangt. Entscheidend ist, dass du die Auswahl verstehst und sie deinem Willen entspricht. Arbeite den Entwurf in der folgenden Reihenfolge durch.

Lies zuerst die Erläuterungen deiner Vorlage

Verschaffe dir einen Überblick, bevor du etwas ankreuzt. Achte darauf, ob Aussagen zusammengehören oder sich gegenseitig ausschließen. Markiere unbekannte Begriffe und schreibe deine Fragen auf ein separates Blatt.

Beschreibe die Situationen, für die du vorsorgst

Deine Patientenverfügung richtet sich an Situationen, in denen du nicht selbst in eine Behandlung einwilligen oder sie ablehnen kannst. Eine schwere Erkrankung allein beschreibt noch nicht eindeutig, wann welche Festlegung greifen soll. Nutze die Erläuterungen der Vorlage und kläre medizinische Voraussetzungen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Wähle anschließend nur die Situationen aus, für die du tatsächlich eine Festlegung treffen möchtest.

Ordne deine Wünsche den Behandlungen zu

Beispiele sind Wiederbelebung, künstliche Beatmung, künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sowie die Behandlung von Schmerzen und anderen belastenden Beschwerden. Diese Maßnahmen haben unterschiedliche Ziele und Folgen. Deine Entscheidung kann deshalb je nach Situation verschieden ausfallen.

Die Aussage „Ich möchte keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ ist für sich genommen regelmäßig nicht konkret genug. Halte fest, welche Maßnahme du in welcher beschriebenen Situation wünschst oder ablehnst. Lass dir unklare Behandlungsmöglichkeiten erklären, bevor du deine Auswahl abschließt.

Ergänze deine Werte und prüfe Widersprüche

Du kannst ergänzen, was für dich Lebensqualität bedeutet und welche Erfahrungen deine Wünsche prägen. Solche Angaben können helfen, deine Festlegungen zu verstehen. Sie ersetzen jedoch keine konkreten Entscheidungen zu Behandlungssituationen und Maßnahmen.

Lies danach zusammengehörige Aussagen noch einmal gemeinsam. Wenn du beispielsweise eine bestimmte Behandlung ablehnst, prüfe, ob eine andere Passage sie für dieselbe Situation ausdrücklich verlangt. Überarbeite widersprüchliche Stellen, bevor du den Entwurf abschließt.

Drucke deine Fassung aus und unterschreibe sie

Prüfe deinen Namen, deine Angaben und sämtliche ausgewählten Textstellen. Ergänze Ort und Datum und unterschreibe die fertige Fassung eigenhändig. Eine Patientenverfügung kann nach Unterschrift verbindlich sein, wenn du sie als einwilligungsfähige volljährige Person schriftlich errichtet hast und die Festlegungen die konkrete Situation erfassen.

Weitere praktische Hinweise findest du in der Ausfüllhilfe für deine Patientenverfügung zum Ausdrucken. Lege als nächsten Schritt fest, wo das unterschriebene Original erreichbar aufbewahrt wird.

Was du zu Unterschrift, Beratung und Änderungen wissen solltest

Die rechtliche Grundlage ist § 1827 BGB. Eine notarielle Beglaubigung oder Beurkundung ist für deine Patientenverfügung nicht vorgeschrieben. Du musst sie auch nicht vollständig von Hand schreiben. Ein ausgefüllter Ausdruck kann nach Unterschrift die Schriftform erfüllen; die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen bleiben wichtig.

Eine ärztliche Beratung ist keine allgemeine Pflicht. Sie kann dir aber helfen, die Folgen deiner Wünsche einzuschätzen. Das ist besonders sinnvoll, wenn du bereits eine Erkrankung hast und konkrete Behandlungsentscheidungen absehen kannst. Eine Unterschrift allein macht unklare oder widersprüchliche Inhalte nicht eindeutig.

Es gibt keine gesetzliche Pflicht, deine Patientenverfügung in festen Abständen neu zu unterschreiben. Prüfe sie insbesondere, wenn sich deine Gesundheit oder deine Wünsche ändern. Du kannst deine Patientenverfügung jederzeit formlos widerrufen. Wenn du eine neue schriftliche Fassung erstellst, unterschreibe diese und tausche überholte Kopien aus.

Notiere jetzt, mit wem du offene Fragen besprechen möchtest. Medizinische Fragen gehören in ein ärztliches Gespräch; bei rechtlichen Zweifeln hilft dir ein Notar oder Anwalt.

Was deine Patientenverfügung allein nicht regelt

Deine Patientenverfügung hält Behandlungswünsche fest. Sie erteilt aber niemandem eine Vollmacht. Auch der Name einer Kontaktperson im Formular bedeutet nicht automatisch, dass diese Person dich rechtlich vertreten darf.

Eine Vorsorgevollmacht kann festlegen, wer dich in den erfassten Angelegenheiten vertreten soll. Nach Unterschrift hängt ihre Wirksamkeit von den gesetzlichen Voraussetzungen und gegebenenfalls besonderen Formvorgaben ab. Nach § 1814 BGB ist eine rechtliche Betreuung nicht erforderlich, soweit eine geeignete bevollmächtigte Person deine Angelegenheiten gleichermaßen besorgen kann. Prüfe deshalb neben der Patientenverfügung auch, wer deine Wünsche gegenüber dem Behandlungsteam vertreten soll.

Ein weiterer Punkt ist die Auffindbarkeit. Das Behandlungsteam muss deine Verfügung kennen. Angehörige brauchen außerdem den Kontakt zu deiner bevollmächtigten Person, deiner Hausarztpraxis und Hinweise auf das Original. Lose Einzelblätter beantworten diese Fragen nicht zuverlässig.

  • Bewahre das unterschriebene Original an einem fest vereinbarten, zugänglichen Ort auf.
  • Informiere deine Vertrauensperson über diesen Ort und besprich den Inhalt mit ihr.
  • Gib ihr eine Kopie und frage deine Hausarztpraxis, ob sie ebenfalls eine Kopie hinterlegen kann.
  • Ergänze einen Hinweis auf die Verfügung und deine Kontaktperson in deinem Notfallpass.

Wie du die Ablage aufbaust, zeigt dir die Anleitung zum Anlegen deines Notfallordners. Zeige deiner Vertrauensperson anschließend den tatsächlichen Aufbewahrungsort, statt ihn nur zu beschreiben.

Fazit: Nutze deine kostenlose Vorlage und schließe die Lücken

Eine kostenlose Patientenverfügung-Vorlage kann eine passende Grundlage sein. Wähle konkrete Festlegungen, kläre offene medizinische Fragen und prüfe deinen Entwurf auf Widersprüche. Nimm dir als nächsten Schritt die markierten Stellen vor und vereinbare bei Bedarf ein ärztliches Gespräch.

Deine Patientenverfügung hält fest, welche Behandlungen du in beschriebenen Situationen wünschst oder ablehnst. Offen bleiben daneben die Kontaktdaten deiner bevollmächtigten Person, deine Versicherungsnummer, deine Hausarztpraxis und der Aufbewahrungsort des Originals. Ohne diese Angaben müssen Angehörige zusätzlich suchen und Zuständigkeiten klären. Genau hier setzt MeinLebensOrdner an: Ergänze deine Verfügung um Vollmachten, Arztkontakte, Versicherungsangaben und Hinweise auf Originale an einem festen Ort.

DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Ergänze deine Patientenverfügung um Kontakte und Vollmachten

Nach der kostenlosen Vorlage kannst du im Lebensordner deine Verfügungen, Vollmachten, Arztkontakte, Versicherungen, Kontenübersicht und Wünsche zusammenführen. Du erhältst den vollständigen, persönlich vorausgefüllten Ordner als PDF zum Ausdrucken und Abheften an einem festen Platz. IBAN, PINs und Passwörter ergänzt du ausschließlich handschriftlich im ausgedruckten Ordner und bewahrst ihn geschützt auf. Spätere Änderungen kosten 4,99 €.

Deinen Lebensordner ansehen

Einmalig 29 € · Kein Abo

Häufige Fragen

Hier findest du Antworten zu Kosten, Form und Aufbewahrung. Nutze sie, um deine noch offenen Punkte vor der Unterschrift zu klären.

Ist deine kostenlose Patientenverfügung nach Unterschrift verbindlich?

Ja, sie kann nach Unterschrift verbindlich sein. Entscheidend sind die Voraussetzungen des § 1827 BGB, nicht der Preis der Vorlage. Du musst bei der Errichtung volljährig und einwilligungsfähig sein. Deine schriftlichen Festlegungen müssen außerdem zur konkreten Lebens- und Behandlungssituation passen. Prüfe deshalb nicht nur die Unterschrift, sondern auch die Genauigkeit deiner Angaben.

Wo bekommst du ein amtliches Patientenverfügung-Muster kostenlos?

Das Bundesjustizministerium bietet eine Broschüre und amtliche Textbausteine ohne Anmeldung an. Die Informationsseite ist im ersten Abschnitt verlinkt. Stelle daraus die Aussagen zusammen, die deinen Wünschen entsprechen, und lies die Erläuterungen zu den gewählten Bausteinen.

Musst du deine Patientenverfügung handschriftlich verfassen?

Nein. Du kannst deine Patientenverfügung am Computer vorbereiten oder einen Vordruck ausfüllen. Ein Ausdruck kann nach Unterschrift die Schriftform erfüllen. Unterschreibe deine abschließend geprüfte Fassung eigenhändig und bewahre das Original erreichbar auf.

Brauchst du für deine Patientenverfügung einen Notar?

Eine notarielle Beglaubigung oder Beurkundung ist nicht vorgeschrieben. Deine Patientenverfügung kann nach Unterschrift auch ohne Notar verbindlich sein, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Wende dich bei rechtlichen Unklarheiten an einen Notar oder Anwalt und bei Fragen zu Behandlungen an deine Ärztin oder deinen Arzt.

Was machst du mit einer älteren Patientenverfügung?

Eine nach Unterschrift wirksam errichtete Patientenverfügung verliert nicht allein durch ihr Alter ihre Wirksamkeit. Prüfe, ob sie noch deinem Willen entspricht und deine heutige Situation ausreichend berücksichtigt. Wenn du sie ersetzt, unterschreibe die neue Fassung und informiere alle Personen, die eine Kopie der bisherigen Verfügung haben.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Auch MeinLebensOrdner bietet keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Zweifeln hilft dir ein Notar oder Anwalt; medizinische Fragen zu deiner Patientenverfügung klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Redaktionell verantwortlich: · Zuletzt geprüft am 28. September 2026 · Keine Rechtsberatung

Jetzt starten — deinen Lebensordner erstellen