Notfallordner · 13. September 2026 · 8 Min. Lesezeit

Notfallpass: kostenlose Vorlage zum Ausdrucken

Vorlage sofort mitnehmen

Notfallpass als PDF zum Ausdrucken: Vorlage herunterladen — kostenlos, kein Konto nötig. Enthalten sind ein Bogen zum Ausfüllen, zwei Karten im Bankkartenformat fürs Portemonnaie und ein Aushang für den Kühlschrank.

Kurze Antwort

Ein Notfallpass ist eine kleine Karte oder ein Aushang mit den Angaben, die im Ernstfall sofort zählen: Name, Geburtsdatum, Notfallkontakte, Erkrankungen, Medikamente, Allergien und der Hinweis, wo Patientenverfügung und Vollmacht liegen. Er ist kein amtliches Dokument, sondern eine Hilfe für Rettungsdienst, Ärzte und Angehörige. Nicht auf den Notfallpass gehören Kontonummern, PINs und Passwörter.

Wenn der Rettungsdienst kommt, sind die ersten Minuten die wichtigsten. Kann jemand Auskunft geben — über Vorerkrankungen, laufende Medikamente, Allergien? Ist eine Patientenverfügung vorhanden, und wenn ja, wo? Genau diese Fragen beantwortet ein Notfallpass, ohne dass irgendjemand suchen muss.

Was ein Notfallpass ist — und was er nicht ist

Der Begriff wird für mehrere Dinge benutzt. Krankenkassen und Automobilclubs verteilen Notfallkarten für das Portemonnaie. Auf dem Smartphone gibt es einen digitalen Notfallpass, den Helfende ohne Entsperren sehen können. Und es gibt den ausgedruckten Bogen, den viele an den Kühlschrank hängen.

Alle drei haben denselben Zweck: Angaben sichtbar machen, die im Ernstfall Zeit sparen. Ein Notfallpass ist dabei kein amtliches Dokument. Er ersetzt keine Patientenverfügung und keine Vorsorgevollmacht — er sagt nur, dass es sie gibt und wo sie liegen.

Ein Hinweis aus der Praxis: Papier funktioniert immer. Ein Handy kann leer sein oder im Auto liegen; die Karte im Portemonnaie ist da, wo du bist.

Was auf den Notfallpass gehört

  • Name und Geburtsdatum — damit du zweifelsfrei zugeordnet werden kannst.
  • Zwei Notfallkontakte mit Verhältnis und Telefonnummer, in einer Reihenfolge.
  • Hausarzt und behandelnde Fachärzte mit Telefonnummer.
  • Dauerhafte Erkrankungen wie Diabetes, Epilepsie, Herzerkrankungen.
  • Medikamente mit Dosierung — gerade Blutverdünner sind entscheidend.
  • Allergien und Unverträglichkeiten, besonders gegen Medikamente und Latex.
  • Implantate und Hilfsmittel wie Herzschrittmacher oder Port.
  • Krankenkasse und Versichertennummer.
  • Hinweis auf Vorsorgedokumente: Patientenverfügung, Vollmacht, Organspendeausweis — jeweils mit Fundort.
  • Alltagsthemen: wer Haustiere versorgt, wer einen Wohnungsschlüssel hat.
  • Datum der letzten Aktualisierung, damit klar ist, wie aktuell die Angaben sind.

Was auf keinen Fall darauf gehört

Ein Notfallpass ist offen zugänglich — das ist sein Sinn und gleichzeitig seine Grenze. Deshalb gehören folgende Angaben nicht darauf: Kontonummern und IBAN, PINs, Passwörter, Zugangsdaten zu Online-Konten und Kopien von Ausweisdokumenten. Wer solche Daten braucht, findet sie über die Vollmacht und über deinen Notfallordner — nicht auf einer Karte im Portemonnaie.

Vorlage zum Ausdrucken und Ausfüllen

Unsere kostenlose Vorlage besteht aus drei Teilen: einem Bogen mit allen Angaben zum Ausfüllen, zwei Karten im Bankkartenformat zum Ausschneiden und einem Aushang für Kühlschrank oder Wohnungstür. Alle Felder sind zum handschriftlichen Ausfüllen gedacht — so bleibt nichts davon auf einem Server.

Kostenlos herunterladen

Notfallpass als PDF (3 Seiten) — ausdrucken, ausfüllen, ausschneiden. Weitere kostenlose Vorlagen und Checklisten findest du unter Vorlagen.

So füllst du sie in etwa fünf Minuten aus: erst Name, Geburtsdatum und Kontakte. Dann die Medikamentenliste — am besten direkt von der Packung abschreiben, mit Wirkstoff und Dosierung. Zum Schluss die Fundorte deiner Dokumente und das Datum. Danach ein Foto der ausgefüllten Karte an die Vertrauensperson schicken oder einen zweiten Ausdruck mitgeben.

Wohin mit dem Notfallpass?

Bewährt hat sich diese Kombination: eine Karte im Portemonnaie direkt beim Ausweis, ein Aushang innen an der Wohnungstür oder am Kühlschrank, und ein Exemplar bei der Vertrauensperson. Rettungskräfte suchen im Notfall zuerst nach Ausweis und Medikamentenplan — genau dort sollte die Karte liegen.

Aktualisiere die Angaben, wenn sich Medikamente, Telefonnummern oder Fundorte ändern. Ein fester Termin im Jahr genügt für den Rest.

Notfallpass und Notfallordner: der Unterschied

Der Notfallpass ist die Kurzfassung für die ersten Minuten. Der Notfallordner ist die vollständige Sammlung für die Tage danach: Versicherungen, Verträge, Vollmachten, Bankverbindungen, Wünsche. Eine Übersicht aller Bestandteile findest du unter Was gehört in einen Notfallordner.

Wenn du beides nicht selbst zusammenstellen willst: Bei MeinLebensOrdner beantwortest du einen Fragebogen und erhältst deinen vollständigen Ordner mit deinen Daten ausgefüllt als PDF, einmalig 29 €.

Häufige Fragen

Ist ein Notfallpass verbindlich?

Nein. Er informiert, aber er verfügt nichts. Verbindlich sind Patientenverfügung und Vollmacht, jeweils nach deiner eigenhändigen Unterschrift.

Brauche ich einen Notfallpass, wenn ich gesund bin?

Auch dann ist die Karte hilfreich, allein wegen der Notfallkontakte und des Hinweises auf deine Dokumente. Wer Medikamente nimmt, sollte sie unbedingt haben.

Ersetzt der Notfallpass im Handy die Papierkarte?

Er ergänzt sie. Ein Handy kann entladen, gesperrt oder nicht in Reichweite sein — die Papierkarte funktioniert immer.

Was kostet die Vorlage?

Nichts. Die Vorlage ist kostenlos und ohne Konto herunterladbar.

Darf ich den Notfallpass für meine Eltern ausfüllen?

Ja, wenn sie einverstanden sind. Gesundheitsangaben anderer Menschen gehören nur mit deren Zustimmung auf eine Karte.

Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und keine Rechts- oder medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Redaktionell verantwortlich: · Zuletzt geprüft am 13. September 2026 · Keine Rechtsberatung

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